Baby oder Kind mit Sonnenstich – Symptome, Hilfe, Vorbeugung

Genauso für Innen braucht man einen effektiven Schutz vor störenden Sonnenstrahlen, ausgesprochen bewährt haben sich da Plissees. In Folge dessen sind die Räume wundervoll kühl und Ihr Nachwuchs kann nachts schlummern. Kinder halten sich in der Regel gerne draußen an der frischen Luft auf und es gibt für sie meist nichts schöneres, als in der Sonne zu spielen. Ob mit einem Ball oder anderen geeigneten Spielsachen, mit Sandelzeug im Sandkasten oder ob sie in einem Planschbecken baden,… sich in der warmen Sonne aufzuhalten macht Kindern einfach Spaß, jedoch kann ihr empfindlicher Organismus zu viel Hitze und Sonne nur schlecht verkraften und wird dadurch ziemlich strapaziert. Eltern sollten daher ihre Sprösslinge nur leicht kleiden, nicht der direkten Sonne aussetzen und die Kraft der Sommersonne nicht unterschätzen.

 

Besonders gefährlich ist direkte Sonneneinstrahlung für Kinder in den ersten Lebensjahren, denn viele Babys und kleinere Kinder haben noch gar keine Haare oder nur einen spärlichen Haarwuchs. Auch die Schädeldecke und die Haut sind noch dünn und  bieten keinen ausreichenden Schutz vor starker Sonne. Scheint einem Kind die Sonne über längere Zeit direkt auf den Kopf, so kann es zu  einer Reizung der Hirnhaut kommen, oftmals ist  auch noch eine Hirnschwellung damit verbunden,… das Kind hat also einen Sonnenstich! Durch die Schwellung steigt der Druck auf das Gehirn, was dann zu den typischen Symptomen eines Sonnenstichs führt.

Typische Symptome bei einem Sonnenstich!

Starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, heißer roter Kopf, Unruhe und Gequengel, glasige Augen, Schwindel und Benommenheit (bis hin zur Bewusstlosigkeit), steifer Nacken, evtl. hohes Fieber (häufig abends).
Die Anzeichen eines Sonnenstichs treten oft erst einige Stunden später auf, nachdem das Kind ohne Sonnenhut draußen war und ihm die pralle Sonne direkt auf den Kopf geknallt hat.

Was soll ich tun, wenn mein Kind einen Sonnenstich hat?

Sobald Sie merken, dass Ihr Kind erste Symptome eines Sonnenstichs aufweist, müssen Sie sofort reagieren und es umgehend an einen kühlen, schattigen Ort oder in ein abgedunkeltes Zimmer mit angenehmer Zimmertemperatur bringen. Legen Sie das Kind mit höher gelagertem Oberkörper auf den Rücken, denn das verringert den Druck aufs Gehirn und trägt evtl. zur Stabilisierung des Kreislaufs bei. Hat das Kind verschwitzte oder evtl. einengende Kleidung an, so wechseln Sie die Kleidung und ziehen Sie ihm etwas ganz Luftiges an. Geben Sie Ihrem Kind viel Wasser, Tee, Fruchtsaft oder Fruchtsaftschorle zu trinken, allerdings nicht zu kalt, langsam und in kleinen Schlückchen, dazu etwas Salziges zum Essen, das tut dem Kind gut. Versuchen Sie die Körpertemperatur des Kindes zu senken, indem Sie seinen Kopf mit feuchten, kalten Tüchern kühlen, Sie sollten die Umschläge dabei häufig wechseln. Sie können das Kleine auch mit einem feuchten, kühlen Tuch am ganzen Körper etwas erfrischen, dabei sollten Sie zuerst die Stirn abkühlen und dann das Kind von oben nach unten feucht und kühl abwaschen. Kontrollieren Sie nebenbei immer wieder seinen Puls und seine Atmung. Lassen Sie Ihr Kind auf keinen Fall allein, sondern reden Sie ganz ruhig, liebevoll und verständnisvoll mit ihm.
Sollte sich Ihr Kind nach den „Erste Hilfe Maßnahmen“ nicht relativ zügig wieder erholen, so sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Auch wenn Ihr Kind jünger als zwei Jahre ist oder Sie einfach unsicher und ängstlich sind, ist es mit Sicherheit besser, wenn Sie mit Ihrem Kleinen zum Kinderarzt gehen.
Ist der Sonnenstich so extrem, dass sich der Zustand Ihres Kindes verschlechtert oder Ihr Kind bewusstlos ist, dann müssen Sie natürlich sofort den Notarzt anrufen.

Wie kann man einem Sonnenstich bei Babys und Kindern vorbeugen?

Sie müssen unbedingt darauf achten, dass sich Ihr Kind möglichst häufig oder noch besser, so gut wie immer, im Schatten aufhält und Sie sollten es nie ohne Sonnenhut und Sonnenschutz ins Freie lassen. Besonders acht geben müssen Sie in der Mittagshitze zwischen 11 und 15 Uhr, in diesem Zeitraum sollten Kinder überhaupt nicht in die Sonne.

Lassen Sie bei sommerlichen Temperaturen auch nie den Kinderwagen mit dem Baby direkt in der Sonne stehen, denn auch dort kommt es unheimlich schnell zu einem Hitzestau, der dem Baby zu schaffen macht oder sogar zur Gefahr für das Baby wird.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn das Baby an heißen Tagen im Auto sitzt und vielleicht auch schläft. Sie dürfen das Kind im Sommer keinesfalls allein und unbeaufsichtigt im Auto lassen, auch nicht für wenige Minuten und selbst wenn das Fahrzeug im Schatten steht, das Dach und/oder die Fenster einwenig offen sind und Sie wirklich nur einen Augenblick brauchen, um ganz kurz etwas zu erledigen,… es besteht ein Risiko für Ihr Kind, das Sie niemals eingehen sollten. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann es im Auto innerhalb kürzester Zeit zu extrem hohen Temperaturen kommen, es kann bis zu 70 Grad heiß werden, was  zu verheerenden Folgen für Ihren Nachwuchs führen kann. Unterschätzen Sie die Gefahr nicht und lassen Sie Ihr Kind niemals allein im Auto, sondern nehmen Sie es grundsätzlich immer mit.
Selbst während einer langen Fahrt sollten die Kinder im Auto auf der Schattenseite sitzen oder Sie sollten einen Sonnenschutz am Autofenster anbringen.

Achten Sie im Sommer bei großer Hitze und hohen Temperaturen besonders darauf, dass Ihr Kind auch wirklich genug trinkt, denn durch Bewegung, Spielen oder Sport schwitzt das Kind stark und verliert somit Flüssigkeit, Salze und Mineralien, die dem Körper unbedingt wieder zugeführt werden müssen. Bieten Sie ihm immer wieder kühle (keine eiskalten) Getränke an oder stellen Sie ihm den Trinkbecher in erreichbare Nähe, so dass es seinen Durst immer sofort löschen kann.

Eine ganz wichtige Vorsichtsmaßnahme gegen Sonnenstich ist eine geeignete und luftige Kopfbedeckung für Kinder, auch wenn sich die Kleinen manchmal dagegen wehren und immer wieder versuchen, das Mützchen vom Kopf herunterzuziehen.
Damit Ihr Baby das Sonnenhütchen nicht so leicht vom Kopf ziehen kann, sollten Sie ein Hütchen kaufen, das man mit Bändchen unter dem Kinn zubinden kann. Sonnenhütchen, die noch einen zusätzlichen Nackenschutz haben, sind natürlich besonders praktisch. Ist Ihr Kind dann etwas größer und darf selbst ein Hütchen oder eine luftige sommerliche Schildmütze aussuchen, die ihm besonders gut gefällt, so wird es Freude daran haben und die Kopfbedeckung gerner auflassen.

Ob im Freibad, bei einem Spaziergang, beim Radfahren, Stadtbummel, Wandern, ob im Park, auf dem Spielplatz oder zu Hause im Garten,… was auch immer Sie machen, achten Sie bei Ihrer ganzen Familie grundsätzlich ständig auf eine geeignete Kopfbedeckung, Sonnenschutz und ausreichend Getränke, so dass Sie einem Sonnenstich entgegenwirken und ihn verhindern können.

 

Zuerst veröffentlicht auf:

http://www.vorname.com

free blog themes