Laktoseintoleranz – Wenn Milch krank macht

Milch, Joghurt, Käse gehören zu den Grundnahrungsmitteln. Jeder Siebte in Deutschland leidet allerdings an einer Laktoseintoleranz und bekommt durch Milchprodukte Blähungen oder Durchfall.
 
Milch ist das erste Nahrungsmittel von Säugetieren inklusive dem Menschen. Sie gilt als eines der wertvollsten Bestandteile unserer Ernährung. Bauern sind stolz auf eine bsonders hohe Leistung ihrer Milchkühe. Konsumenten schätzen die schmackhaften Produkte aus dem Rohstoff Milch: Butter, Joghurt, Käse. Diese Wertschätzung kommt an jedem 1. Juni in 30 Ländern der Erde zum Ausdruck, am Internationalen Tag der Milch.

Doch nicht jeder teilt die Begeisterung über das weiße Wunder der Natur. Ihnen bereiten Milch und Milchprodukte heftige Verdauungsbeschwerden. Jeder Siebte in Deutschland verträgt keine Milch, leidet an einer Laktoseintoleranz.

Genetisch war es ursprünglich nicht vorgesehen, dass Erwachsene die Säuglingskost trinken sollten. Mit dem Abstillen verloren unsere Vorfahren deshalb die Fähigkeit, den enthaltenen Milchzucker (Laktose) im Darm zu spalten und Milch zu verdauen. Erst mit der Einführung der Viehwirtschaft in Europa entwickelten die Menschen durch Mutation ein Gen, das die Produktion von Laktase (Enzym zur Laktosespaltung) im Darm von Erwachsenen möglich machte. Noch verfügt nicht jeder Mensch über dieses Gen. In Südostasien fehlt demnach 98 Prozent der Bevölkerung das Enzym Laktase, in Südamerika 70 Prozent, in Deutschland 17 Prozent.

„Die Laktoseintoleranz ist relativ leicht zu erkennen“, sagt Volker Schmiedel, Chefarzt der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik Kassel. Die Symptome sprechen für sich: Trinken die Betroffenen einen Latte Macchiato oder essen ein Schokoladeneis kann ihr Darm die Laktose nur unzureichend spalten. Die unangenehmen Folgen: ein aufgetriebener und druckempfindlicher Bauch, Magengrummeln, Blähungen, Durchfälle.

Nur in wenigen Fällen ist ein Laktasemangel angeboren. In der Regel ist die Intoleranz auf Milchzucker zwar genetisch veranlagt, tritt aber erst im Laufe des Lebens zutage. Das erklärt, warum viele Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen die Diagnose erhalten.

Fachliche Beratung: Dr. med. Volker Schmiedel, Chefarzt der inneren Abteilung, Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Naturheilverfahren sowie Homöopathie, Experte in biologischer Medizin (Univ. Mailand) an der Habichtswaldklinik Kassel

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